Gesäuse Wochenendtour

Freitag Mittag starten wir zu Viert in Richtung Ennstal. Vormittags klettern wir im alten Johnsbacher-Klettergarten (Bericht folgt), kühlen uns in der frischen Enns ab und starten gemütlich abends rauf zur Ennstaler Hütte. Meine treue Begleiterin Jona ist natürlich auch am Start. Der Ausblick zum Admonter Reichenstein verblüfft Dino, der extra von Wien angereist ist. – Gewiss nicht umsonst, denn die Bergwelt hier ist einfach ein Traum.

Samstags gehts in Richtung Tieflimauer . Nur wenige Wanderer begegnen uns und so haben wir die Aussicht bei der vorgelagerte Luckerten Mauer auf 1601m, sowie am Gipfel ganz für uns. Jona hat heute etwas Höhenangst – Hunde haben das wohl auch =) Nur nach einigen Lockversuchen kann ich sie schlussendlich doch noch über die kleinen seilversicherten Stückchen heben. Es sei an dieser Stelle schon deutlich gesagt, dass man nur Hunde mitnehmen sollte die leichtere Klettersteige gehen können. Es wäre sonst nicht der erste Fall bei dem die BRD einen Hund aus den Flanken der Tieflimauer holen muss. Wir sind am Normalweg rauf – der  Teufelsteig (B/C)  ist mit Hund natürlich nicht machbar.

Schwindelfreiheit ist schon erforderlich an sich handelt es sich aber bloß um aufrechtes Gehen an schmalen Felsbändern. Von der Ennstaler Hütte (1.543 m) zur Tieflimauer sind es nur knapp 300hm; diese sind dafür umso schöner. Das Gipfelkreuz ist mit einem Seil geschmückt und der Ausblick auf die St. Gallener Spitze, Schafzähne, Kleiner und Großer Buchstein, sowie im Osten Richtung Tamisch sind verblüffend und äußerst empfehlenswert. Meine Tante Christine aus Mondsee und Dino aus Wien sind beide warm geworden und so gehen wir nach einigen Turnereien am Gipfelkreuz 😉 zurück zur Ennstaler Hütte. Dino muss bereits zurück nach Wien.

Meine Mom und Christine gehen schon vor hoch zum zweiten Berg für den Tag und ich schnüre meine Trailschuhe und nutz den Nachmittags-Run in einer guten halben Stunde rauf zum Tamischbachturm, wobei sich die ersten Gewitterwolken schon ausbreiten. Als wir drei (+ Jona) am Gipfel stehen sehen wir kitschiger Weise sogar einen Regenbogen im Norden und eine gewaltige Front die schnell auf uns zukommt. Rasch laufen wir im strömenden Regen hinab ins Tal.

inweis: Tamischbachturm ist ein netter Hügel zum mitnehmen (man sagt es sei der leichteste 2000er im Gesäuse), wenn man schon oben ist. Ansonsten ist es schon ein langer Hatscher hinauf zur Ennstaler Hütte und die lange Forststraße lässt sich nur vermeiden, wenn man den alternativen Nordanstieg wählt.

Die beschriebene Tour lässt sich ausweiten auf den Übergang von der Tieflimauer weiter zum kleinen Buchstein. Dies ist aber absolut nichts für Anfänger oder Hunde ;P Zudem sei erwähnt, dass die Ennstaler Hütte eine der Wenigen ist ( im Ggsatz zum Buchsteinhaus, Heßhütte, Haindlkarhütte), die Hunde willkommen heißt. Danke nochmals 🙂

Zur Info: Auch auf der Mödlinger Hütte kann man gut mit Hund übernachten. Ansonsten für Ausdauernde ist die beschriebene Tour auch in einem Tag machbar.

GPS Daten zur Tour findet ihr hier.

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